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Razer Basilisk V4 Pro im Test: Ergonomie und Scrollrad überzeugen

Kurz gesagt: Die Razer Basilisk V4 Pro gefällt uns als komfortable Gaming-Maus für Rechtshänder, die auch beim Arbeiten viel zu bieten hat. Besonders die Daumenauflage, das vielseitige Scrollrad und die anpassbaren Bedienelemente machen sich im Alltag bezahlt. Mit rund 100 g und einem Herstellerpreis von 179,99 € bleibt sie allerdings schwer und teuer. Die beworbenen 8.000 Hz konnten wir über Funk in unserem bisherigen Messversuch bestätigen.

Die Basilisk V4 Pro liegt in unserem Test besonders mit aufgelegter Handfläche angenehm in der Hand. Dieser Palm-Grip passt gut zur ausgeprägten Rechtshänderform. Bei längeren Gaming-Sessions gefällt uns vor allem die integrierte Daumenauflage, auf der der Daumen bequem Platz findet.

ERGONOMIE: Die Form ist der wichtigste Kaufgrund

Auch die Verarbeitung überzeugt. Das Gehäuse wirkt stabil, die Oberflächen bieten guten Halt und die Tasten haben definierte Druckpunkte. Trotz der zusätzlichen Bedienelemente bleibt die grundlegende Bedienung übersichtlich.

Laut Razer wiegt die schwarze Ausführung rund 100 g und damit etwa 12 g weniger als die vorherige Generation. Für eine umfangreich ausgestattete Maus ist die Gewichtsreduzierung willkommen. Wenn du beim Spielen häufig die Maus anhebst und große Bewegungen ausführst, solltest du die verbleibenden 100 g dennoch bewusst einplanen. Wir haben bei unserem Test 95 Gramm (ohne Dongle) festgestellt.

Bei der Passform gibt es ebenfalls Grenzen. Für kleinere Hände kann insbesondere der vordere Daumentrigger schwer erreichbar sein. Je nach Griffhaltung besteht außerdem die Gefahr, die neue M1-Taste an der Kante der linken Haupttaste versehentlich zu betätigen.

Bro-Tipp:Prüfe beim Ausprobieren, ob du den vorderen Trigger aus deiner normalen Handhaltung erreichst. Wenn du dafür jedes Mal nachgreifen musst, hilft dir die zusätzliche Taste wenig. Bei der Auswahl unterstützt dich auch unser Vergleich von Gaming-Mäusen für kleine Hände.

SCROLLRAD: Feine Rastung und Freilauf bringen echten Alltagsnutzen

Das HyperScroll Tilt Wheel Gen-2 gehört für uns zu den stärksten Eigenschaften der Basilisk V4 Pro. Besonders der Precision-Tactile-Modus gefällt: Seine laut Razer 48 Raststufen pro Umdrehung ermöglichen eine feinere Abstufung als die 24 Stufen des normalen Taktilmodus.

Die Modi erfüllen unterschiedliche Aufgaben:

ModusPraktischer Nutzen
TactileDeutliche Rastung für einzelne Scrollschritte
Precision TactileFeinere Rastung für kleinteilige Navigation
Free-SpinSchnelles Durchlaufen langer Webseiten und Dokumente
Smart-ReelAutomatischer Wechsel zwischen Rastung und Freilauf

Beim Arbeiten ist der Freilauf besonders angenehm. Lange Seiten lassen sich zügig durchscrollen, während du für gezielte Eingaben wieder einen gerasterten Modus verwenden kannst. Dazu kommen die seitlichen Klicks des Scrollrads, denen sich weitere Funktionen zuweisen lassen.

Weniger zuverlässig wirkt die automatische Umschaltung. Smart-Reel kann in Situationen in den Freilauf wechseln, in denen wir lieber bei der Rastung bleiben würden. Die Umschaltschwelle lässt sich in Synapse anpassen. Wenn dich die Automatik weiterhin stört, ist die manuelle Moduswahl die berechenbarere Lösung.

Für unseren Alltag ist dieses Scrollrad ein überzeugenderer Kaufgrund als die maximale DPI-Zahl. Du profitierst davon auch außerhalb eines Spiels.

SENSOR UND KLICKS: Präzise Steuerung mit vielen Einstellmöglichkeiten

Der Razer Focus Pro 50K Optical Sensor Gen-3 arbeitet in unserem Test präzise und zuverlässig. Die Steuerung hinterlässt einen sauberen Eindruck. Die vom Hersteller angegebenen maximalen 50.000 DPI stehen dabei vor allem für einen großen Einstellbereich. Die DPI Stufen lassen sich von 1-50.000 in Einzelschritten anpassen.

Für die Kaufentscheidung ist wichtiger, ob du deine bevorzugte Empfindlichkeit einstellen kannst und die Maus kontrolliert führst. Eine höhere maximale DPI-Zahl allein belegt keinen spürbaren Fortschritt gegenüber einer bereits guten Gaming-Maus.

Interessant sind die Möglichkeiten zur Feinabstimmung: Lift-off- und Landedistanz bestimmen, wann der Sensor beim Anheben beziehungsweise Absetzen reagiert. Mouse Rotation passt die Tracking-Ausrichtung an deinen Griffwinkel an. Der Sensitivity Matcher soll laut Razer helfen, die Empfindlichkeit einer bisherigen Maus zu übertragen.

Die optischen Haupttastenschalter der vierten Generation gefallen uns mit einem präzisen, knackigen Klick. Auch das Klickgeräusch empfinden wir als angenehm. Razer nennt eine Auslegung auf 100 Millionen Klicks. Das ist eine Herstellerangabe zur Haltbarkeit, keine von uns geprüfte Lebensdauer.

BEDIENELEMENTE: Viel Platz für Shortcuts und Spielbefehle

Razer spricht von 14 anpassbaren Bedienelementen. In diese Zahl fließen auch Scrollrichtungen und Tilt-Klicks des Mausrads ein. Zum Layout gehören außerdem drei Seitentasten, der Multifunktions-Trigger und die zusätzliche M1-Taste.

Für Spiele mit vielen Befehlen und für produktive Anwendungen bietet das viel Spielraum. Du kannst häufig benötigte Aktionen auf gut erreichbare Eingaben legen. Mit Razer Hypershift kommt eine zweite Belegung hinzu, die du über eine zugewiesene Taste aktivierst.

Der Nutzen hängt allerdings von deiner Einrichtung ab. Viele Funktionen direkt nach dem Auspacken zu verteilen, macht die Maus schnell unnötig kompliziert. Sinnvoller ist es, zuerst einige häufig verwendete Befehle zuzuweisen und die Belegung anschließend zu erweitern.

Perfect 180 ist eine ungewöhnliche Zusatzfunktion: Nach passender Konfiguration soll ein Tastendruck eine schnelle 180-Grad-Drehung im Spiel auslösen. Ob sie für dich hilfreich ist, hängt vom Spiel und deinen Einstellungen ab. Bei Arc Raiders konnten wir die Funktion prüfen und es hat auf Anhieb geklappt. Der Spieler dreht sich um 180°.

AI Prompt Master ist für uns dagegen kein tragender Kaufgrund. Die zusätzlichen Tasten sind vor allem deshalb interessant, weil du sie an deine eigenen Abläufe anpassen kannst.

POLLING-RATE: 8.000 Hz unterstützt, unser Funk-Messversuch bleibt offen

Die Basilisk V4 Pro unterstützt bis zu 8.000 Hz am USB-Kabel und über HyperSpeed Wireless Gen-2. Der dafür geeignete Funkempfänger liegt bei. Ein zusätzlicher HyperPolling-Dongle ist für die beworbene Funk-Abfragerate nicht erforderlich.

Bei 1.000 Hz beträgt das nominelle Intervall zwischen zwei Meldungen 1 ms, bei 8.000 Hz 0,125 ms. Diese Zahlen beschreiben das Übertragungsintervall. Die gesamte Verzögerung bis zur sichtbaren Reaktion auf dem Bildschirm hängt zusätzlich vom Spiel, dem System und dem Monitor ab.

Unser bisheriger Befund: Über den beiliegenden 2,4-GHz-Empfänger haben wir tatsächlich mehr als 1000 Hz messen können.

SOFTWARE UND RGB: Umfangreiche Anpassung mit Abhängigkeiten

Razer Synapse bietet viele Möglichkeiten für Tastenbelegung, Makros, DPI, Sensorverhalten und Beleuchtung. Auch das Scrollrad lässt sich hier abstimmen. Wenn du die Maus gezielt einrichten möchtest, ist der Funktionsumfang eine Stärke. Die vielen Optionen brauchen allerdings etwas Einarbeitung.

Die fünf integrierten Speicherprofile sind praktisch, wenn du wichtige Einstellungen auf der Maus behalten möchtest. DPI-Werte, Tastenbelegungen und unterstützte Makros lassen sich so auch ohne dauerhaft laufendes Synapse verwenden. Welche Funktionen unabhängig von der Software verfügbar bleiben, hängt von der jeweiligen Belegung ab.

Bei individuellen RGB-Effekten bleiben Einschränkungen: Die vollständig angepasste Beleuchtung benötigt weiterhin laufendes Synapse. Die Profile ersetzen die Software deshalb nicht für jede Funktion.

Die Beleuchtung selbst gefällt als Ergänzung zum Design. Ein Teil wird beim Benutzen von der Hand verdeckt. Außerdem stehen sieben individuell steuerbare Zonen zur Verfügung, während Razer bei der Basilisk V3 Pro 35K noch 13 Zonen bot.

AKKU UND VERBINDUNGEN: Die 200 Stunden gelten bei 1.000 Hz

Die Basilisk V4 Pro lässt sich über 2,4-GHz-Funk, Bluetooth und USB-C verwenden. Es können bis zu drei Bluetooth-Geräte gekoppelt werden.

Bei der Akkulaufzeit lohnt sich ein genauer Blick auf die Betriebsart:

BetriebsartLaufzeit laut Razer
HyperSpeed Wireless Gen-2 bei 1.000 HzBis zu 200 Stunden
HyperSpeed Wireless Gen-2 bei 8.000 HzBis zu 54 Stunden
BluetoothBis zu 275 Stunden

Die Tabelle zeigt Herstellerwerte. Deine tatsächliche Laufzeit hängt von Nutzung und Einstellungen ab, darunter auch die RGB-Beleuchtung.

Vor allem darfst du die 200 Stunden nicht auf den dauerhaften 8.000-Hz-Betrieb übertragen. Wer die höchste Abfragerate nutzt, muss deutlich häufiger laden. Für den Desktop-Alltag ist eine niedrigere Polling-Rate deshalb eine sinnvolle Option.

Geladen wird über USB-C. Kabelloses Laden unterstützt die Maus mit passendem Zubehör, beispielsweise dem Mouse Dock V2 Pro oder HyperFlux V2. Dieses Zubehör kostet zusätzlich. Für die normale Nutzung der Maus brauchst du es nicht.

KAUFENTSCHEIDUNG: Für wen lohnen sich rund 180 Euro?

Razer listet die Basilisk V4 Pro für 179,99 € (Stand: 21.10.2026). Dieser Preis ist vor allem dann nachvollziehbar, wenn du ihre besondere Kombination aus Handauflage, Scrollrad, zusätzlichen Bedienelementen und mehreren Verbindungsarten regelmäßig nutzt.

Deine NutzungUnsere Einschätzung
Gaming und tägliche Arbeit am selben SchreibtischGute Wahl, wenn die Form zu deiner Hand passt
Spiele und Programme mit vielen ShortcutsAnpassbare Eingaben und Hypershift sind hilfreich
Shooter mit möglichst geringem MausgewichtLeichtere Modelle zuerst prüfen
Kleine HändeErreichbarkeit des vorderen Triggers ausprobieren
Individuelle RGB-Effekte ohne HintergrundsoftwareWegen der Synapse-Abhängigkeit eingeschränkt

Wenn du vor allem weniger Gewicht suchst, lohnt sich als anderer Ansatz unser Test der Rapoo VT2. Die dort behandelte Ausführung wiegt rund 53 g, verzichtet allerdings auf Bluetooth.

Auch ein Wechsel von einer gut passenden Basilisk V3 Pro 35K sollte einen konkreten Grund haben. Das geringere Gewicht und die feinere Scrollrastung können interessant sein. Die höhere maximale Sensorauflösung allein wäre für uns kein ausreichender Anlass, erneut Geld auszugeben.

Kauf-Check:Die Basilisk V4 Pro lohnt sich besonders, wenn du eine komfortable Rechtshändermaus suchst und das Scrollrad sowie die zusätzlichen Eingaben täglich verwendest. Wenn du hauptsächlich zwei Haupttasten und möglichst wenig Gewicht brauchst, passt ein anderes Modell eher zu deinen Anforderungen.

VERGLEICH MIT DER BASILISK V3: Vertraute Ergonomie und weniger RGB

Wir haben die Basilisk V4 Pro auch kurz mit unserer Razer Basilisk V3 hinsichtlich Größe und Ergonomie verglichen. Vom Größengefühl her wirkt die neue Maus vertraut. Beide Modelle liegen bei uns gleich gut in der Hand. Einen klaren Komfortgewinn bringt uns der Wechsel zur V4 Pro deshalb nicht.

An der linken Seite fällt uns die Gummierung im Bereich der Daumenablage auf. Sie erinnert stark an die Oberfläche unserer V3, die sich nach einigen Jahren Nutzung abgenutzt hat. Wir hoffen, dass die V4 Pro hier länger durchhält. Ob die ähnlich wirkende Gummierung tatsächlich widerstandsfähiger ist, muss sich allerdings erst über längere Zeit zeigen.

Bei der RGB-Beleuchtung sehen wir im direkten Vergleich einen Rückschritt. Unsere Basilisk V3 bietet mehr beleuchtete Stellen.

Pro und Contra

Dafür

  • Bequeme Rechtshänderform mit angenehmer Daumenauflage
  • Stabiles Gehäuse und griffige Oberflächen
  • Vielseitiges Scrollrad mit feiner Rastung und Freilauf
  • Präzises Sensorverhalten und knackige Haupttasten
  • Umfangreiche Tastenbelegung, Hypershift und fünf Speicherprofile
  • Funk, Bluetooth und USB-C für verschiedene Geräte

Dagegen

  • Mit rund 100 g vergleichsweise schwer
  • Vorderer Trigger für kleine Hände möglicherweise schwer erreichbar
  • M1-Taste je nach Griff versehentlich auslösbar
  • Smart-Reel schaltet nicht immer wie gewünscht
  • Individuelle RGB-Effekte benötigen laufendes Synapse
  • Hoher Preis, kabelloses Ladezubehör kostet zusätzlich

Fazit

Die Razer Basilisk V4 Pro überzeugt uns besonders als vielseitige Maus für Gaming und Arbeit. Ihre bequeme Form, die Daumenauflage und das flexible Scrollrad haben einen klaren praktischen Nutzen. Dazu kommen eine präzise Steuerung und viele Möglichkeiten, die Bedienung an eigene Abläufe anzupassen.

Den Preis von rund 180 Euro solltest du dennoch an deiner Nutzung messen. Das relativ hohe Gewicht, die nicht immer passende Smart-Reel-Umschaltung und die Softwareabhängigkeit individueller RGB-Effekte schränken das Gesamtpaket ein. Für kleinere Hände ist außerdem die Erreichbarkeit der Zusatztasten entscheidend.

Unsere Bewertung: 4 von 5 Sternen. Komfort, Verarbeitung und Scrollrad tragen das gute Urteil. Für die Höchstwertung wünschen wir uns bei diesem Preis eine verlässlichere Scrollautomatik und weniger Einschränkungen bei der Nutzung ohne Synapse.

Die Maus findest du auch bei AmazonAffiliate-Link.

So haben wir das getestet

Unser Praxistest konzentriert sich auf Handhaltung, Verarbeitung, Klickgefühl, Scrollrad, Sensorverhalten und Konfigurationsmöglichkeiten. Die eigenen Beobachtungen bilden die Grundlage unseres Urteils. Technische Höchstwerte und Akkulaufzeiten ordnen wir als Herstellerangaben ein.

Avatar von Viktor
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