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CHERRY XTRFY M42V2 im Test: Leichte Gaming-Maus ohne Software

Kurz gesagt: Die CHERRY XTRFY M42V2 überzeugt uns mit guter Verarbeitung, geringem Gewicht und vielseitiger Konfiguration ohne Software. Für rund 40 € ist sie interessant, wenn du kompakte Mäuse magst. Für große Hände fällt sie aus unserer Sicht eher klein aus. Die Rückenschalen verändern das Griffgefühl bei uns nur wenig, und für einen DPI-Wechsel musst du die Maus umdrehen.

Die CHERRY XTRFY M42V2 richtet sich an Spieler, die eine leichte Gaming-Maus mit vielen Einstellungen direkt am Gerät suchen. Empfindlichkeit, Abfragerate und weitere Parameter lassen sich ohne Herstellerprogramm anpassen. Dazu kommen ein geschlossenes Gehäuse und zwei austauschbare Rückenschalen.

Wir haben die M42V2 ausprobiert und besonders auf Verarbeitung, Handhabung und die Bedienung der Einstellungen geachtet. Dabei hat uns das Konzept gut gefallen. Bei der Größe und dem Zugriff auf die DPI-Einstellung sehen wir allerdings Grenzen, die du vor dem Kauf kennen solltest.

AUSSTATTUNG: Was die M42V2 mitbringt

Die wichtigsten technischen Daten stammen vom Hersteller. Die Gewichtsangabe von 45 g gilt ohne Kabel.

EigenschaftCHERRY XTRFY M42V2
VerbindungKabelgebunden über USB-A
SensorPixart 3327
Empfindlichkeit400–6.200 CPI, häufig als DPI bezeichnet
Polling-Rate125 / 250 / 500 / 1.000 Hz
Gewicht45 g ohne Kabel
Abmessungen118 × 62 × 38 mm (Länge × Breite × Höhe)
HauptschalterHuano Transparent Blue Shell Pink Dot
SchalterlebensdauerBis zu 80 Mio. Klicks laut Hersteller
Lift-off-Distance1 oder 2 mm
Debounce-Time0 / 2 / 4 / 8 / 12 ms
Kabellänge1,8 m, CHERRY XTRFY EZcord
RückenschalenZwei austauschbare Varianten
KonfigurationDirekt an der Maus, ohne zusätzliche Software
UVP39,99 €

GEHÄUSE UND GEWICHT: Leicht und gut verarbeitet

Die Verarbeitung gefällt uns im Test gut. Die M42V2 macht einen ordentlichen Eindruck und verbindet ihr geringes Gewicht mit einer geschlossenen Oberschale. Wabenöffnungen auf dem Mausrücken gibt es hier nicht.

Die leichte Bauweise gehört für uns zu den Stärken der Maus. Wer beim Spielen eine möglichst leichte Maus bevorzugt, bekommt hier ein passendes Grundkonzept. Die 45 g sind allerdings die Herstellerangabe ohne Kabel. Das Anschlusskabel gehört bei der Handhabung weiterhin dazu. Wir haben daher auch 48 Gramm messen können.

CHERRY verwendet ein 1,8 m langes EZcord-Kabel. Eine Funkverbindung bietet die M42V2 nicht.

ERGONOMIE: Für große Hände fällt die Maus klein aus

Die wichtigste Einschränkung ist für uns die kompakte Form. Mit den angegebenen 118 mm Länge fällt die M42V2 eher kurz aus. In unserem Test empfinden wir sie für größere Hände als weniger geeignet.

Besonders relevant wird das, wenn du deine Handfläche möglichst vollständig auf der Maus ablegen möchtest. Dafür bietet uns das Gehäuse zu wenig Platz. Wer eine kleine Maus bevorzugt und sie überwiegend mit den Fingerspitzen führt, könnte mit der Form besser zurechtkommen.

Daraus folgt keine starre Handgrößengrenze. Griffstil und persönliche Vorlieben spielen mit hinein. Unser Eindruck bleibt aber deutlich: Die M42V2 solltest du wegen ihrer kompakten Form auswählen. Die wechselbaren Schalen machen daraus keine große Maus.

Mehr zur Einordnung von Handgröße und Griffstil findest du in unserem Vergleich von Gaming-Mäusen für kleine Hände.

In unserem Testvideo zeigen wir die Größe und die Handhabung genauer. Das hilft dir, die Proportionen zusätzlich zu den reinen Abmessungen einzuschätzen.

RÜCKENSCHALEN: Der Unterschied bleibt für uns überschaubar

Zwei unterschiedlich geformte Rückenschalen gehören zum Lieferumfang. Du kannst sie ohne Werkzeug austauschen und damit die hintere Kontur der Maus verändern.

Grundsätzlich gefällt uns diese Möglichkeit. Beide Varianten auszuprobieren ist sinnvoll, wenn du die Auflage im hinteren Bereich etwas anpassen möchtest.

Im direkten Vergleich fällt der Unterschied für uns allerdings geringer aus als erwartet. Die Kontur verändert sich, das Griffgefühl bleibt bei uns ziemlich ähnlich. Einen grundlegenden Wechsel der Ergonomie erleben wir dadurch nicht.

Das ist eine subjektive Einschätzung. Je nachdem, wo deine Hand aufliegt und wie du die Maus führst, kannst du die Unterschiede stärker wahrnehmen. Für unsere Kaufentscheidung wären die Rückenschalen eher eine nette Zugabe.

EINSTELLUNGEN: Viel Kontrolle direkt an der Maus

Der Verzicht auf zusätzliche Software gehört für uns zu den besten Eigenschaften der M42V2. Die Konfiguration erfolgt direkt am Gerät und benötigt keine laufende Herstelleranwendung.

Auf der Unterseite sitzen ein Wahlschalter und eine Taste. Darüber wählst du den Einstellungsbereich aus und änderst den jeweiligen Wert. Neben der Empfindlichkeit lassen sich auch die Polling-Rate, die Lift-off-Distance und die Debounce-Time anpassen.

Falls du mit den Begriffen wenig anfangen kannst:

  • CPI beziehungsweise DPI: Bestimmt, wie empfindlich die Maus auf deine Bewegung reagiert.
  • Polling-Rate: Legt fest, wie häufig die Maus Daten an den Computer übermittelt.
  • Lift-off-Distance: Beschreibt, ab welcher Anhebehöhe der Sensor die Bewegungserfassung einstellt.
  • Debounce-Time: Ist die Entprellzeit der mechanischen Tasten und dient dazu, unerwünschte Mehrfachsignale zu unterdrücken.

Für die Debounce-Time empfiehlt CHERRY XTRFY mindestens 8 ms. Das ist ein sinnvoller Ausgangspunkt für die Einrichtung.

Uns gefällt, dass diese Einstellungen ohne ein zusätzliches Programm zugänglich sind. Wer die Maus einmal passend einrichtet und anschließend mit denselben Werten nutzt, dürfte mit dem Ansatz gut zurechtkommen.

Wenn du zusätzlich die Windows-Einstellungen abstimmen möchtest, hilft dir unsere Anleitung zum Deaktivieren der Mausbeschleunigung unter Windows.

Der DPI-Wechsel auf der Unterseite stört im Alltag

Die Position der Bedienelemente hat eine konkrete Kehrseite: Möchten wir die Empfindlichkeit verändern, müssen wir die Maus anheben und umdrehen.

Bei der ersten Einrichtung ist das wenig problematisch. Wenn du regelmäßig zwischen unterschiedlichen DPI-Stufen wechselst, wird der zusätzliche Handgriff dagegen lästig. Eine gut erreichbare Taste auf der Oberseite wäre dafür praktischer.

Viel einstellen zu können bedeutet hier also nicht automatisch, während des Spielens bequem umschalten zu können. Genau diesen Unterschied solltest du bei deiner Kaufentscheidung berücksichtigen.

Hinweis:Die manuellen Einstellungen werden auch gespeichert, wenn die Maus vom Gerät getrennt wird. Die Speicherung der Einstellungen findet also intern statt.

Makros und umfangreiche Softwareprofile fehlen

Die softwarefreie Konfiguration konzentriert sich auf die technischen Mausparameter. Eine Herstelleranwendung für freie Tastenbelegung, Makros oder automatisch wechselnde Spielprofile steht hier nicht zur Verfügung.

Wenn du diese Funktionen brauchst, ist die M42V2 weniger passend. Für die Anpassung von Empfindlichkeit und Abfragerate gefällt uns ihr direkter Ansatz dagegen gut.

SENSOR: Die M42V2 bleibt bei maximal 1.000 Hz

CHERRY setzt auf einen Pixart 3327 mit maximal 6.200 CPI. Die höchste Polling-Rate liegt bei 1.000 Hz. Wer gezielt eine Maus mit 4.000 oder 8.000 Hz sucht, findet diese Ausstattung hier nicht.

Wir würden die Sensorqualität allerdings nicht allein an der maximalen DPI-Zahl festmachen. Für die Kaufentscheidung zählt auch, ob du mit den angebotenen Empfindlichkeitsstufen zurechtkommst und ob dir die Form passt.

Was unterscheidet sie von der ursprünglichen M42?

Beim ursprünglichen kabelgebundenen XTRFY-M42-Modell nannte der Hersteller einen Pixart 3389 mit bis zu 16.000 CPI. Die M42V2 verwendet den Pixart 3327 mit bis zu 6.200 CPI.

Beim Sensor ist die neue Version damit kein pauschales technisches Upgrade. Aus diesem Datenblattvergleich lässt sich aber auch kein konkreter Präzisionsunterschied in unserem Test ableiten. Unser Urteil zur M42V2 stützt sich vor allem auf ihre Handhabung, Verarbeitung und Bedienung.

KAUFENTSCHEIDUNG: Für wen die rund 40 € sinnvoll sind

Unsere Preisbewertung bezieht sich auf die UVP von 39,99 €. Dafür halten wir die Kombination aus geringem Gewicht, guter Verarbeitung und vielseitigen Einstellungen für gelungen.

Die M42V2 passt besonders dann zu dir, wenn du eine kompakte kabelgebundene Maus suchst und deine Einstellungen direkt am Gerät vornehmen möchtest. Häufige DPI-Wechsel und umfangreiche Makrofunktionen sollten dabei keine Priorität haben.

Für größere Hände würden wir genauer auf die Passform achten. Auch die zweite Rückenschale löst die kompakte Grundform aus unserer Sicht nicht auf.

Wenn du eine leichte Alternative mit Funk suchst, findest du in unserem Test der Rapoo VT2 einen anderen Ansatz.

So haben wir das getestet

Wir haben die CHERRY XTRFY M42V2 hinsichtlich Verarbeitung, Größe und Handhabung beurteilt. Beide Rückenschalen wurden im direkten Vergleich ausprobiert. Außerdem haben wir die Konfiguration über die Unterseite und den Zugriff auf die DPI-Einstellung betrachtet. Unser Testvideo zeigt die Proportionen und die Nutzung der Maus.

Die genannten Maßangaben sowie die technischen Grenzwerte stammen vom Hersteller. Die Bewertung der Passform und des Unterschieds zwischen den Rückenschalen beschreibt unser eigenes Griffgefühl.

Pro und Contra

Dafür

  • Gute Verarbeitung.
  • Sehr geringes Gewicht von 45 g ohne Kabel laut Hersteller.
  • Geschlossene Oberschale.
  • Vielseitige Einstellungen direkt am Gerät.
  • Keine zusätzliche Software erforderlich.
  • Zwei Rückenschalen ohne Werkzeug wechselbar.

Dagegen

  • Für große Hände aus unserer Sicht zu kompakt.
  • DPI-Wechsel über die Unterseite umständlich.
  • Rückenschalen verändern das Griffgefühl bei uns nur wenig.

Fazit

Die CHERRY XTRFY M42V2 ist für uns eine gute Wahl, wenn du eine leichte, kompakte Gaming-Maus mit direkter Konfiguration suchst. Besonders die Verarbeitung und der Verzicht auf zusätzliche Software gefallen uns.

Entscheidend ist die Passform. Für große Hände ist uns das Gehäuse zu klein, und die Rückenschalen ändern daran wenig. Dazu kommt der umständliche DPI-Wechsel auf der Unterseite.

Bei einem Preis um 40 € halten wir das Gesamtpaket für gelungen, sofern dir die Größe passt und du auf Funk sowie umfangreiche Softwarefunktionen verzichten kannst. Die Maus findets du bei AmazonAffiliate-Link.

Unsere Bewertung: Die CHERRY XTRFY M42V2 erhält 4 von 5 Sternen. Die gute Verarbeitung und die vielseitigen Einstellungen ohne zusätzliche Software überzeugen uns. Zusammen mit dem geringen Gewicht ergibt das für rund 40 € ein gelungenes Gesamtpaket. Punktabzug gibt es für den umständlichen DPI-Wechsel und den für uns geringen Mehrwert der Rückenschalen.

Avatar von Ilja
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