Inhalt · 14 Abschnitte

Razer Kiyo V2 Pro im Test: 4K mit 60 FPS, aber lohnt sich der hohe Preis?

Kurz gesagt: Die Razer Kiyo V2 Pro liefert in unserem Test eine überzeugende Bildqualität mit scharfen 4K-Aufnahmen bei 60 FPS, gutem Autofokus und starker Leistung bei wenig Licht. Besonders für Streamer und Content Creator ist das interessant. Allerdings verlangt Razer 319,99 € für die Webcam. Dazu kommen zwei Programme für den vollen Funktionsumfang, gelegentliche Schwierigkeiten mit OBS und eine HDR-Begrenzung auf 30 FPS. Wer hauptsächlich Videokonferenzen führt, braucht diese Ausstattung kaum.

Eine Webcam für über 300 € muss mehr können, als das eigene Gesicht einigermaßen scharf darzustellen. Mit der Kiyo V2 Pro richtet sich Razer deshalb an Nutzer, die regelmäßig Videos aufnehmen, live streamen oder hochwertige Inhalte produzieren.

Dafür kombiniert der Hersteller einen Sony-STARVIS-2-Sensor mit 4K-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde, KI-gestützter Bildverfolgung und zahlreichen manuellen Einstellungen.

In unserem Praxistest hat uns vor allem die Bildqualität überzeugt. Die Kamera kommt auch mit weniger optimaler Beleuchtung gut zurecht und bietet genügend Möglichkeiten, um das Bild nach eigenen Vorstellungen anzupassen. Ganz unkompliziert ist das Gesamtpaket allerdings nicht. Unser Testvideo zum Test:

TECHNISCHE DATEN: Das steckt in der Razer Kiyo V2 Pro

EigenschaftRazer Kiyo V2 Pro
SensorSony STARVIS 2
Sensorauflösung8,3 Megapixel
Maximale Videoauflösung3.840 × 2.160 Pixel (4K)
BildrateBis 60 FPS bei 4K
HDRJa, maximal 30 FPS
SichtfeldBis zu 86°
AutofokusAutomatisch und manuell
Blendef/1,9
AnschlussUSB-C, USB 3.0
Kabellänge2 m
GewichtCa. 380 g
BefestigungMonitorhalterung, 1/4-Zoll-Stativgewinde
SichtschutzMechanischer Drehverschluss
SoftwareRazer Synapse, Camo Studio
Camo Studio ProLebenslange Lizenz enthalten
Herstellerpreis319,99 €

Technische Daten nach Herstellerangaben, ergänzt durch die dokumentierten Eigenschaften unseres Testgeräts. Preisstand: 14.10.2026.

BILDQUALITÄT: 4K mit 60 FPS überzeugt im Praxistest

Der wichtigste Kaufgrund für die Razer Kiyo V2 Pro ist ihre Bildqualität. In unserem Test lieferte die Webcam scharfe, detailreiche Aufnahmen. Besonders bei Bewegungen macht sich die hohe Bildrate positiv bemerkbar.

Während viele 4K-Webcams bei maximal 30 FPS bleiben, ermöglicht die Kiyo V2 Pro Aufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde bei voller 4K-Auflösung. Dadurch werden Bewegungen flüssiger dargestellt.

Das ist vor allem dann praktisch, wenn du vor der Kamera nicht nur ruhig sitzt. Wer beispielsweise Hardware zeigt, Produkte in die Kamera hält oder sich während einer Präsentation bewegt, profitiert von der zusätzlichen Bildrate.

Die hohe Auflösung gibt dir außerdem mehr Spielraum für die spätere Bearbeitung. Du kannst einen 4K-Clip für ein Full-HD-Video zuschneiden, ohne sofort unter die Zielauflösung zu fallen.

Allerdings kommt es auf den Einsatzzweck an. Wer beim Gaming lediglich ein kleines Webcam-Fenster in der Ecke einblendet, wird den Unterschied zwischen Full HD und 4K nicht immer erkennen.

Für ausführliche Produktvorstellungen oder Aufnahmen, bei denen die Webcam das Hauptbild liefert, ist die höhere Auflösung dagegen deutlich interessanter.

HDR sorgt für ausgewogenere Kontraste

Auch die HDR-Darstellung hat uns gefallen. Helle und dunkle Bildbereiche wirken ausgewogener, was gerade bei schwierigeren Lichtverhältnissen hilfreich sein kann.

Der Haken: HDR funktioniert maximal mit 30 FPS.

Du musst dich also entscheiden:

  • 4K mit 60 FPS: Für flüssige Bewegungen und hochwertige Videoaufnahmen.
  • 4K mit HDR und maximal 30 FPS: Für Motive mit größeren Helligkeitsunterschieden.

Beides gleichzeitig bietet die Kiyo V2 Pro nicht.

Für Aufnahmen mit guter, kontrollierter Beleuchtung würden wir 4K mit 60 FPS bevorzugen. Wenn beispielsweise ein helles Fenster im Hintergrund steht, kann HDR die sinnvollere Wahl sein.

LOW LIGHT: Der Sony-STARVIS-2-Sensor zeigt seine Stärken

Nicht jeder hat mehrere Studiolampen auf dem Schreibtisch stehen. Deshalb war für uns besonders interessant, wie die Webcam mit schwächerer Raumbeleuchtung zurechtkommt.

Hier hinterließ die Kiyo V2 Pro einen guten Eindruck. Der verbaute Sony-STARVIS-2-Sensor ermöglicht auch bei weniger Licht ein vergleichsweise helles und rauscharmes Bild.

Das ist ein echter Vorteil für Nutzer, die abends streamen oder ihre Webcam in einem Raum verwenden, dessen Beleuchtung nicht ausschließlich auf Videoaufnahmen ausgerichtet ist.

Die automatische Bildoptimierung unterstützt das zusätzlich. Sie kann unter anderem Belichtung, Weißabgleich und Rauschunterdrückung anpassen.

Vollständig verschwinden die Grenzen eines kleinen Kamerasensors dadurch natürlich nicht.

Rauschunterdrückung kostet feine Details

Bei schwächerem Licht fiel uns auf, dass die Rauschunterdrückung feine Bildstrukturen sichtbar weichzeichnen kann. Das betrifft insbesondere Haare und andere sehr detaillierte Oberflächen.

Das Bild wirkt dadurch ruhiger, verliert allerdings etwas von seiner natürlichen Textur.

Bro-Tipp: Selbst bei einer guten Low-Light-Webcam lohnt sich eine weiche Lichtquelle vor dem Gesicht. So muss die Kamera weniger stark gegen Bildrauschen arbeiten und kann feinere Strukturen besser erhalten.

AUTOFOKUS: Zwei Modi für unterschiedliche Aufnahmen

Ein guter Autofokus sollte schnell reagieren, ohne ständig nach einer neuen Schärfeebene zu suchen. Genau dafür bietet die Kiyo V2 Pro zwei verschiedene Betriebsarten.

Responsive: Für Bewegung und Produktvorstellungen

Im Modus „Responsive“ reagiert die Kamera schneller auf Motivwechsel.

Das ist sinnvoll, wenn du während einer Aufnahme Gegenstände vor die Kamera hältst oder regelmäßig zwischen deinem Gesicht und einem Produkt wechselst.

In unserem Test arbeitete der Autofokus zuverlässig. Besonders die Möglichkeit, zwischen zwei Reaktionsweisen zu wählen, ist praktisch.

Passive: Weniger störendes Nachfokussieren

Der Modus „Passive“ arbeitet zurückhaltender und reduziert unnötige Fokuswechsel.

Wenn du hauptsächlich am Schreibtisch sitzt und direkt in die Kamera sprichst, ist diese Einstellung häufig die angenehmere Wahl.

So vermeidest du, dass die Kamera bei jeder kleinen Bewegung sofort versucht, den Fokus neu zu setzen.

Zusätzlich lässt sich der Fokus manuell einstellen. Bei einem festen Aufnahmeplatz kann das sinnvoll sein, um während der gesamten Aufnahme eine gleichbleibende Schärfeeinstellung zu verwenden.

BELICHTUNG UND BILDEINSTELLUNGEN: Viel Kontrolle über das Ergebnis

Die automatische Belichtung gehört ebenfalls zu den Stärken der Kiyo V2 Pro.

In unserem Test reagierte sie gut auf wechselnde Lichtverhältnisse und passte die Bildhelligkeit entsprechend an. Dadurch ist die Kamera auch für Nutzer interessant, die nicht vor jeder Aufnahme mehrere Einstellungen kontrollieren möchten.

Wer mehr Kontrolle benötigt, kann verschiedene Parameter manuell verändern.

Dazu gehören:

  • ISO: Beeinflusst die Helligkeit über die Signalverstärkung. Höhere Werte können auch Bildrauschen verstärken.
  • Verschlusszeit: Bestimmt die Belichtungsdauer einzelner Bilder und beeinflusst die Bewegungsdarstellung.
  • Weißabgleich: Hilft, unerwünschte Farbstiche bei unterschiedlichen Lichtquellen zu vermeiden.
  • Belichtung und Gain: Bieten weitere Möglichkeiten, die Bildhelligkeit zu beeinflussen.

Gerade für regelmäßige Videoaufnahmen ist das ein Vorteil. Statt dich vollständig auf die Automatik zu verlassen, kannst du die Kamera auf deine bevorzugte Beleuchtung abstimmen.

SOFTWARE: Synapse und Camo Studio bieten viel, machen es aber komplizierter

Die Hardware der Kiyo V2 Pro ist überzeugend. Bei der Software sieht es etwas gemischter aus.

Razer verteilt die Funktionen der Webcam auf zwei Programme: Razer Synapse und Camo Studio.

Razer Synapse für die Kameraeinstellungen

Über Razer Synapse kannst du grundlegende und erweiterte Bildparameter verändern.

Dazu gehören die Auflösung, Bildrate, Belichtung, der Weißabgleich und die Fokuseinstellungen.

Für klassische Webcam-Aufnahmen reicht das bereits aus. Besonders gut gefällt uns, dass sowohl automatische als auch manuelle Einstellungen zur Verfügung stehen.

Wer seine Webcam einmal passend eingestellt hat, muss sich nicht bei jeder Aufnahme erneut mit allen Parametern beschäftigen.

Camo Studio Pro erweitert die Möglichkeiten

Für die zusätzlichen KI-Funktionen kommt Camo Studio ins Spiel.

Razer legt der Kiyo V2 Pro eine lebenslange Camo Studio Pro-Lizenz bei. Das ist durchaus ein Pluspunkt, denn die Software bietet deutlich mehr als grundlegende Webcam-Einstellungen.

Unter anderem stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • KI-gestütztes Auto-Framing
  • Hintergrundunschärfe und Hintergrundentfernung
  • Erweiterte Bild- und Videoeinstellungen
  • Szenen, Overlays und zusätzliche Aufnahmefunktionen
  • Virtuelle Kamera zur Verwendung in anderen Anwendungen

Besonders für Content Creator können diese Möglichkeiten interessant sein.

Die Aktivierung der enthaltenen Pro-Lizenz erfolgt über Razer Synapse und ein verknüpftes Camo-Konto.

Probleme bei der Zusammenarbeit mit OBS

Weniger überzeugend war für uns die Zusammenarbeit zwischen Camo Studio und OBS.

Hier kann es zu Schwierigkeiten kommen, die den ansonsten guten Gesamteindruck etwas trüben.

Gerade bei einer Webcam dieser Preisklasse erwarten wir, dass sich die erweiterten Funktionen möglichst unkompliziert in bestehende Aufnahme- und Streaming-Setups integrieren lassen.

Bro-Tipp:Wenn OBS das bearbeitete Kamerabild nicht korrekt übernimmt, kontrolliere zuerst, ob der virtuelle Kameraausgang von Camo als Videoaufnahmegerät ausgewählt ist. Unter Windows benötigt Camo außerdem sein Kompatibilitäts-Add-on, damit andere Anwendungen das bearbeitete Signal verwenden können.

Für gelegentliche Videoanrufe ist dieser zusätzliche Softwareaufwand kaum attraktiv.

AUTO-FRAMING: Die Kamera folgt dir ohne Motor

Das KI-gestützte Auto-Framing gehört zu den interessanteren Funktionen der Razer Kiyo V2 Pro.

Die Software erkennt Personen im Bild und passt den sichtbaren Ausschnitt automatisch an. Bewegst du dich beispielsweise etwas zur Seite, kann Camo Studio den Bildausschnitt entsprechend verschieben.

Auch digitales Zoomen ist möglich.

Das funktioniert innerhalb des vorhandenen Sichtfeldes der Kamera. Die Webcam selbst bewegt sich dabei nicht.

Ein motorisiertes Tracking-System, bei dem das Objektiv tatsächlich gedreht oder geneigt wird, ist also nicht vorhanden.

Das solltest du wissen, wenn du während eines Streams aufstehst oder dich weiter durch den Raum bewegst. Sobald du das erfasste Sichtfeld verlässt, kann die Software dir nicht mehr folgen.

Außerdem kostet stärkeres digitales Zoomen Bildfläche und potenziell Detailschärfe.

Für normale Bewegungen am Schreibtisch ist die Funktion dennoch praktisch. Insbesondere bei Präsentationen oder Aufnahmen, bei denen du nicht dauerhaft still vor der Kamera sitzt, macht das automatische Framing die Bildgestaltung komfortabler.

VERARBEITUNG: Wertiges Gehäuse mit praktischer Halterung

Auch bei der Verarbeitung hinterließ die Razer Kiyo V2 Pro in unserem Test einen guten Eindruck.

Das Gehäuse wirkt stabil und hochwertig. Die Halterung lässt sich flexibel ausrichten und ermöglicht die Befestigung direkt am Monitor.

Zusätzlich besitzt die Webcam ein 1/4-Zoll-Stativgewinde.

Damit lässt sie sich auch auf einem separaten Stativ positionieren. Das ist besonders hilfreich, wenn du einen bestimmten Kamerawinkel für Produktaufnahmen oder Präsentationen benötigst.

Mechanischer Sichtschutz direkt am Objektiv

Ein gelungenes Detail ist der integrierte Sichtschutz.

Über einen Drehring am Objektiv lässt sich die Kamera mechanisch verschließen. Du musst also keine separate Abdeckung anbringen oder bei jeder Pause das USB-Kabel entfernen.

Der Verschluss blockiert die Sicht auf das Objektiv. Er ersetzt allerdings keine vollständige elektrische Trennung der Kamera vom Computer.

Mit rund 380 Gramm kein Leichtgewicht

Die solide Konstruktion bringt auch einen Nachteil mit sich.

Mit etwa 380 g fällt die Kiyo V2 Pro relativ schwer und groß aus. Auf stabilen Monitoren ist das weniger problematisch, bei dünnen oder beweglichen Displays solltest du die Befestigung genauer prüfen.

Wer eine besonders kompakte Webcam für den mobilen Einsatz sucht, dürfte mit einem kleineren Modell besser bedient sein.

USB-VERBINDUNG: Nicht jeder Anschluss liefert die volle Leistung

Ein Punkt, den du beim Kauf nicht unterschätzen solltest, ist die USB-Verbindung.

Die Kiyo V2 Pro verwendet USB-C und benötigt für ihre maximale Aufnahmeleistung eine ausreichend schnelle USB-Verbindung. Vorgesehen ist USB 3.0.

In unserem Test zeigte sich, dass nicht jedes USB-C-Kabel und jeder Anschluss zuverlässig die volle Aufnahmeleistung ermöglichen.

Das ist gerade deshalb ärgerlich, weil die Webcam ihren größten Vorteil bei 4K mit 60 FPS ausspielt.

Entscheidend ist nicht allein die Form des Steckers. Auch die unterstützte Datenübertragung des Kabels und des jeweiligen USB-Ports muss passen.

Wenn 4K mit 60 FPS nicht verfügbar ist oder die Verbindung Schwierigkeiten macht, solltest du zunächst Folgendes kontrollieren:

  1. Verwende das mitgelieferte USB-C-Kabel.
  2. Schließe die Kamera möglichst direkt an einen geeigneten USB-3.0-Anschluss des Computers an.
  3. Vermeide zunächst USB-Hubs und zusätzliche Adapter.
  4. Prüfe, welche Auflösung und Bildrate in der Kamerasoftware tatsächlich ausgewählt sind.

Ein leistungsfähiger PC allein garantiert noch nicht, dass jeder vorhandene USB-C-Port die gewünschten Aufnahmemodi zuverlässig bereitstellt.

So haben wir das getestet

Unsere Bewertung basiert auf dem praktischen Einsatz der Razer Kiyo V2 Pro.

Im Mittelpunkt standen die Bildqualität bei 4K mit 60 FPS, das Verhalten bei schwächerer Beleuchtung, die automatische Belichtung und die beiden Autofokusmodi.

Außerdem haben wir die HDR-Darstellung, das KI-gestützte Auto-Framing und die manuellen Einstellungsmöglichkeiten beurteilt.

Zur Praxiseinschätzung gehören ebenfalls die Bedienung von Razer Synapse und Camo Studio, die Zusammenarbeit mit OBS, das Verhalten der USB-Verbindung sowie Verarbeitung und Befestigung der Webcam.

KAUF-CHECK: Für wen lohnen sich 319,99 €?

Die Razer Kiyo V2 Pro richtet sich eindeutig an Nutzer mit höheren Anforderungen an ihre Videoaufnahmen.

Mit einem Herstellerpreis von 319,99 € (Stand 14.10.2026) ist sie keine Webcam, die wir für einfache Videokonferenzen empfehlen würden.

Interessant wird sie, wenn du ihre Fähigkeiten regelmäßig ausschöpfst.

EinsatzzweckUnsere Einschätzung
Professionellere VideoaufnahmenSehr gut geeignet
Produktvideos und TutorialsSehr gut geeignet
Gaming-Streams mit großer FacecamGut geeignet
Streams mit kleinem Webcam-FensterHohe Auflösung oft nicht nötig
Videokonferenzen und HomeofficeFür den Zweck zu teuer
Mobile Nutzung am LaptopGroßes Gehäuse weniger praktisch

Der Preisunterschied zur normalen Razer Kiyo V2 ist beträchtlich. Diese bietet 4K mit maximal 30 FPS und kostet im Razer-Shop zum Recherchezeitpunkt 169,99 €.

Für die Pro-Version werden damit rund 150 € zusätzlich fällig.

Den Aufpreis würden wir vor allem dann in Betracht ziehen, wenn du regelmäßig mit 4K und 60 FPS aufnimmst und die zusätzlichen Möglichkeiten gezielt einsetzen möchtest.

Für hochwertige Videoaufnahmen spielt allerdings nicht nur die Kamera eine Rolle. Wenn du später umfangreiches 4K-Material bearbeiten möchtest, findest du in unserem Ratgeber zum Gaming-PC für Videobearbeitung die passenden Hardwaregrundlagen.

Und auch guter Ton gehört zu einer überzeugenden Aufnahme. Eine mögliche separate Mikrofonlösung stellen wir in unserem MAONO PD100 Gen2 Test vor.

Pro und Contra

Dafür

  • Scharfe, flüssige 4K-Aufnahmen mit 60 FPS
  • Gute Bildqualität bei schwächerem Licht
  • Zuverlässiger Autofokus mit zwei Modi
  • Gute automatische Belichtung
  • Umfangreiche manuelle Bildeinstellungen
  • Praktisches KI-Auto-Framing
  • Hochwertige Verarbeitung und flexible Befestigung
  • Mechanischer Sichtschutz
  • Lebenslange Camo Studio Pro-Lizenz

Dagegen

  • Hoher Preis von 319,99 €
  • HDR nur mit maximal 30 FPS
  • Zwei Programme für den vollen Funktionsumfang
  • Großes, rund 380 g schweres Gehäuse
  • Detailverlust durch Rauschunterdrückung bei wenig Licht
  • Kein motorisiertes Tracking

Fazit

Die Razer Kiyo V2 Pro hat uns im Test vor allem mit ihrer Bildqualität überzeugt. Scharfe 4K-Aufnahmen bei 60 FPS, ein zuverlässiger Autofokus und die gute Leistung bei schwächerer Beleuchtung machen sie zu einer interessanten Webcam für anspruchsvolle Videoaufnahmen.

Auch die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten gefallen uns. Wer seine Beleuchtung und Kameraparameter gezielt abstimmen möchte, bekommt hier deutlich mehr Kontrolle als bei einer einfachen Webcam.

Weniger überzeugend ist das Gesamtpaket bei der Bedienung. Die Aufteilung auf Razer Synapse und Camo Studio wirkt unnötig kompliziert. Die möglichen Schwierigkeiten bei der Verwendung mit OBS sind gerade für Streamer ärgerlich.

Unsere Bewertung: Die Razer Kiyo V2 Pro erhält in unserem Test 4 von 5 Sternen. Besonders die scharfen 4K-Aufnahmen mit 60 FPS, die starke Low-Light-Leistung und der zuverlässige Autofokus haben uns überzeugt. Auch die umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten sprechen für die Webcam.

Für eine höhere Bewertung fehlt allerdings der letzte Feinschliff. Die Kombination aus Razer Synapse und Camo Studio macht die Bedienung unnötig kompliziert, während die gelegentlichen Schwierigkeiten mit OBS den Streaming-Alltag beeinträchtigen können. Hinzu kommen die HDR-Begrenzung auf 30 FPS und der hohe Preis von rund 320 €.

Häufige Fragen

Unterstützt die Razer Kiyo V2 Pro 4K mit 60 FPS?

Ja. Die Webcam kann Videos mit 3.840 × 2.160 Pixeln und 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Dafür müssen Anschluss, Kabel und verwendete Aufnahmesoftware den entsprechenden Modus unterstützen.

Kann ich HDR und 60 FPS gleichzeitig verwenden?

Nein. Bei aktiviertem HDR sind maximal 30 FPS möglich. Für 4K mit 60 FPS musst du auf HDR verzichten.

Funktioniert die Razer Kiyo V2 Pro mit OBS?

Grundsätzlich ja. In unserem Test fiel allerdings auf, dass die Zusammenarbeit mit Camo Studio Schwierigkeiten bereiten kann. Für die Verwendung der Camo-Bildeffekte muss das bearbeitete Kamerasignal korrekt an OBS übergeben werden.

Brauche ich Razer Synapse und Camo Studio?

Für sämtliche Funktionen ja. Die Kamera lässt sich über Razer Synapse einstellen. Zusätzliche Funktionen wie das KI-gestützte Auto-Framing stehen über Camo Studio zur Verfügung.

Ist Camo Studio Pro dauerhaft kostenlos enthalten?

Ja. Razer liefert die Kiyo V2 Pro mit einer lebenslangen Camo Studio Pro-Lizenz. Für die Aktivierung ist die Registrierung beziehungsweise Verknüpfung der Lizenz mit einem Camo-Konto vorgesehen.

Lohnt sich die Razer Kiyo V2 Pro für Videokonferenzen?

Aus unserer Sicht nur selten. Die hohe Auflösung und die umfangreichen Bildeinstellungen sind für einfache Videokonferenzen meist nicht notwendig. Eine günstigere Webcam ist für diesen Zweck häufig ausreichend.

Kann die Kamera einer Person automatisch folgen?

Ja, allerdings nur digital. Das KI-Auto-Framing verschiebt und vergrößert den Bildausschnitt innerhalb des vorhandenen Sichtfeldes. Die Kamera besitzt keinen Motor, der das Objektiv physisch bewegt.

Avatar von Viktor
Cookie Consent mit Real Cookie Banner